WordPress und das vergessene XFN

WordPress und das vergessene XFN
XFN steht für „XHTML Friends Network„. Vornweg ein Beispiel, das deutlich macht, wozu es dient und wie es angewandt wird:

Schreibweise (ein Beispiel):
…a href = „irgendeine URL“ rel=“friend met“…

Die Attribute
Ein Link wird zusätzlich mit dem rel-Attribut ausgestattet, der im Rahmen der XFN-Idee maschinell auslesbare Beziehungen zwischen Menschen darstellt. Im Klartext, Ihr könnt dem Link persönliche Informationen mitgeben, ob ihr den Autor der verlinkten Information kennt und wie Ihr zu ihm steht. Hierzu stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, die in unterschiedliche Kategorien aufgeteilt sind:
1. Freundschaftsbeziehung = „contact“ oder „acquaintance“ oder „friend“
2. Physisch getroffen = „met“
3. Beruflich = „co-worker“ und/oder „colleague“
4. Geografisch = “ co-resident“ oder „neighbor“
5. Familiär = „child“ oder „kin“ oder „parent“ oder „sibling“ oder „spouse“
6. Verhältnis = „muse“ und/oder „crush“ und/oder „date“ und/oder „sweetheart“

Auf GMPG.org findet ihr Beispiele, wie man mehrere Attribute verwendet:
…a href=“URL“ rel=“sweetheart date met“…
…a href=“URL“ rel=“co-worker friend met“…

Was macht man damit in WordPress?
Ihr findet im Link-Menue (als Admin unter „LINKS“) die Möglichkeit, eine Blogroll mit Hilfe des Linkmanagers zu erstellen. Scrollt etwas nach unten, wenn Ihr einen neuen Link erstellt und Ihr seht dann diese XFN-Angaben.
wordpress xfn

Wozu soll das gut sein?
Ursprünglich, bevor die Social Networks so populär wurden, gab es den Gedanken, dass die damals gehypten Blogs eine Art von menschlicher Beziehung auch maschinell lesbar ausdrücken könnten. Dies würde zum Beispiel Suchmaschinen helfen, menschliche Blog-Beziehungsgeflechte auszuwerten (Stichwort Trust) aber auch Artikelrankings besser zu gewichten. Dieser Gedanke hat sich nicht wirklich durchgesetzt. Weder bei den Suchmaschinenanbietern noch bei den Browser-Anbietern. Obgleich er einen gewissen Charme hat. Die Social Networks haben sich anders durchgesetzt, allen voran Facebook. Ob es eines Tages ein Wiederaufleben der Idee geben wird?

So fristet XFN in WordPress ein vergessenes Dasein. An sich wirklich schade, denn so kann man das Prinzip menschlich expliziter Wertungen ohne Weiteres nicht nur auf die Blogroll anwenden, sondern auch auf normale Links im Text. Wenn mir etwas nicht gefällt, gebe ich einen Linkverweis zur Quelle an, kann aber maschinell nicht mitteilen, dass ich die Quelle eben doof finde. Für Google ist das dolle, denn Google kennt nur den Link, ohne Wertung. Google liest die Info nicht aus bzw. wertet es nicht. Außer rel=“nofollow“. Menschen differenzieren.

Quelle von: http://www.robertbasic.de/2011/02/wordpress-und-das-vergessene-xfn/

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